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Segeln auf dem Barther Bodden
Vielfältig sind die Möglichkeiten und umfangreich der Service, der sich Wassersportlern oder solchen, die es werden wollen, im Revier der westlichen vorpommerschen Boddenkette bietet. Es gilt, eine Wasserfläche, die sich von Barhöft im Osten in einer Ausdehnung von ca. 70 Kilometern über mehrere kleine und große Bodden bis nach Ribnitz-Damgarten im Westen erstreckt, zu erkunden.

Sowohl bei der Anreise auf eigenem Kiel, mit dem Boot im Schlepp hinter dem PKW oder bei einer Charter wird sich jedem Besucher eine einzigartige intakte Natur mit weitläufigen und einsamen Wasserflächen, herrlichen Landschaftspanoramen und hübschen Ortschaften im traditionellen Stil erschließen. In den vielen neuen und modernen Wasserwanderstützpunkten ist ein angenehmer Komfort vorzufinden.´Barth, das maritim-touristische Zentrum des Landkreises Nordvorpommern, bietet sich als Ausgangspunkt für die Erkundung der Boddengewässer an. Hier kann in mehreren Marinas jeder erdenkliche Service genutzt werden. Als alter Werftstandort verfügt die Stadt auch heute noch über zwei Bootswerften sowie mehrere Motorenwerkstätten mit erfahrenem Personal. Für Traileryachten kann auch der kürzlich fertig gestellte Ribnitzer Hafen zum Einsetzen empfohlen werden. Ribnitz hat sich in den letzten Jahren zum wichtigen Regattastandort für Jüngsten- und Jugendklassen entwickelt. Aber auch Barth hat sich seit zehn Jahren bei der Ausrichtung deutscher oder internationaler Segelmeisterschaften und Trainingslager bewährt. Im Gebiet gibt es mehrere Wassersportschulen, an den Interessenten die notwendigen theoretischen Kenntnisse sowie die praktischen Fähigkeiten zum Erwerb der verschiedenen Bootsführer- und Segelscheine erwerben können. Prüfungen finden in der Saison wöchentlich in den benachbarten Städten Stralsund oder Rostock statt. Lehrgangsteilnehmer können in Hotels, Pensionen, Ferienquartieren oder Campingplätzen auch die anderen Annehmlichkeiten eines Sommerurlaubs an der sonnigen vorpommerschen Küste genießen. Einige Ratschläge sollten durch neugierig gewordene Wasserwanderer beachtet werden: Für einen Wasserwanderlurlaub mit Erkundung der Sehenswürdigkeiten an Land sollte man eine Woche einplanen. Günstig sind auch Urlaubstermine in der unmittelbaren Vor- oder Nachsaison, es ist alles etwas ruhiger, die Preise sind moderater. Interessenten für historische Segelfahrzeuge sollten sich den September vormerken. Am ersten Septembersonnabend starten in Bodstedt bis zu 50 traditionelle Zeesenboote zu ihrer jährlich größten Regatta. Zwei Wochen später kann man ein ähnliches Schauspiel aus Anlass der Althäger Fischerregatta erleben.Für Boote mit großem Tiefgang empfiehlt es sich bei unzureichender Revierkenntnis des Fahrzeugführers, nur die Gewässer zwischen Barhöft und Barth, bzw. Zingst, zu befahren. Für die weiteren Gewässer hinter der Meiningen-Brücke sollten Motorboote mit einem Tiefgang bis zu einem Meter, kleine Küstenkreuzer mit variablem Tiefgang sowie Jollenkreuzer genutzt werden. Da die Meiningen-Brücke täglich nur ein- bis zweimal für den Schiffsverkehr geöffnet ist, sollte man seinen Törn entsprechend den Brückenöffnungszeiten planen. Genaue Sportbootkarten sind unabdingbar, bei Unsicherheit ist es ratsam, sich an die gut betonnten Fahrwasser zu halten. Auf der Grabow und dem Saaler Bodden sind weitläufige Flächen vorhanden, auf denen frei gesegelt werden kann. Für Wassersportler, denen ihr Urlaub nicht ausreichend erschien und die deshalb im darauf folgenden Jahr wiederkommen möchten, besteht die Möglichkeit, ihr Boot im professionellen Winterlager in guten Händen zu lassen - Barth bietet dafür mehrere Möglichkeiten an. Während der Erkundung der Boddengewässer sollte man ruhig auch mal bei den örtlichen Wassersportvereinen anlegen, die meisten bieten Gastliegeplätze an.